Planung und Bauüberwachung der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude

Denkmalgeschützte Immobilien sanieren

Deutschland kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Obwohl es mehrfach durch Kriege zerstört wurde, finden sich allerorten Spuren der Vergangenheit in Form denkmalgeschützter Gebäude. Der Verein der Landesdenkmalpfleger schätzt, dass es heute in Deutschland ca. 1 Million denkmalgeschützte Immobilien gibt.

Das historisch stark geprägte Mitteleuropa verfügt über zahlreiche Häuser, Gutshäuser, Burgen und Schlösser die dem Denkmalschutz unterliegen. Um die wertvollen Immobilien zu sanieren und instand zu halten, bedarf es erfahrene Fachplaner, Architekten und Ingenieure.

Was sind denkmalgeschützte Gebäude?

Wenn von „denkmalgeschützten Gebäuden“ die Rede ist, denken die meisten Menschen an ein Jahrhunderte altes Haus, eine Burg oder eine Kirche. Das kann, muss aber nicht sein.

Für eine denkmalgeschützte Immobilie spielt das Alter keine Rolle. Entscheidend ist vielmehr, dass das Bauwerk von künstlerischer, historischer, wissenschaftlicher, handwerklicher, technischer oder städtebaulicher Bedeutung ist.

Es muss sich nicht immer nur um ein Fachwerkhaus handeln. Auch eine Villa aus der Gründerzeit oder ein Haus im Bauhausstil aus den zwanziger Jahren kann unter Denkmalschutz stehen.  Selbst moderne Gebäude können denkmalgeschützte Immobilien werden.

Ein Beispiel dafür ist das Universitätsklinikum Aachen. Es wurde erst 1966 erbaut und steht seit 2008 unter Denkmalschutz. Selbst ganze Straßenzüge, ja komplette Stadtteile, können unter Denkmalschutz stehen. Hier wird dann ein zusammenhängendes Ensemble als Bedeutend angesehen und unter Denkmalschutz gestellt.

Andererseits ist es auch möglich, dass nur bestimmte Teile eines Hauses, wie Fenster, die Eingangstür oder Balkone denkmalgeschützt sind.

Ob und wann ein Haus zu den denkmalgeschützten Immobilien gehört, entscheidet das zuständige Amt für Denkmalschutz.

Denkmalgeschützte Immobilien – Die Nachteile

Trotz dessen ein Großteil der Bevölkerung sich an historischen Gebäuden erfreut, sehen viele Besitzer von denkmalgeschützten Immobilien, die mit dem Denkmal einhergehenden zusätzlichen Maßnahmen als unnötige Belastung an.

Das liegt vor allem daran, dass Maßnahmen zum Erhalt und zur Sanierung eines Baudenkmals auf Grund aufwendiger Abstimmungen, rar gewordenen originalen Baumaterialen und eines Personalintensiveren Aufwandes, teurer sind als vergleichbare Altbausanierungen in nicht denkmalgeschützten Gebäuden.

Hindernisse auf dem Weg zu einem saniertem Baudenkmal sind zum einen, dass selbst kleinere Arbeiten, die bei einer normalen Altbausanierung selbstverständlich sind, in einem denkmalgeschützten oder anderen historischen Gebäude der Zustimmung der Denkmalschutzbehörde bedürfen.

Zusätzlich hierzu führen notwendige passgerechte Einzel- und Ersatzfertigungen von von Fenstern und Türen, über Treppen bis hin zu Dachrinnen oder Wasserspeiern zu verlängerten Bauausführungszeiten.

Im direkten Vergleich zu sonst üblichen, standardisierten Einbaumaterialen ist mit höheren Sanierungskosten zu rechnen. Es ist davon abzuraten, ohne die Einbindung der Denkmalschutzbehörde aus Kosten- und Termingründen bei denkmalschutzwürdigen Einbauteilen auf moderne Alternativen zurückzugreifen. Nachfolgende Auflagen können dazu führen, eigenmächtig eingebaute Materialen gegen geforderte auszutauschen.

Übrigens verlangt die Denkmalschutzbehörde nicht, den Urzustand des Gebäudes bei der Sanierung wiederherzustellen, sondern den Zustand, in dem sich das Gebäude befand, als es unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Denkmalgeschützte Immobilien – Die Vorteile

Denkmalgeschützte Immobilien eignen sich gut als Kapitalanlage. Sie befinden sich meistens in ausgezeichneten Lagen, häufig direkt im Stadtzentrum. Notwendige Sanierungen können staatlich gefördert werden und sind bei Mietern begehrt.

Damit nicht genug, bieten denkmalgeschützte Immobilien eine der wenigen attraktiven Möglichkeiten zur Steuerersparnis. Wenn Sie beispielsweise ein Fachwerkhaus als Kapitalanlage kaufen, können Sie innerhalb von 12 Jahren die gesamten Kosten der Altbausanierung von der Steuer absetzen.

Bewohnen Sie das Fachwerkhaus selbst, können Sie über 10 Jahre 90 Prozent der Sanierungskosten als Werbungskosten absetzen.

Das BBB Ingenieurbüro als Planungspartner für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude

Unsere Experten haben sowohl bei der Sanierung von Altbauten, als auch mit denkmalgeschützten Immobilien große Erfahrung. Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche historisch bedeutende Objekte saniert – darunter das Schweriner Schloss, das Haus der Kulturen und das Neustädtische Palais.

Unsere Ingenieure beraten Sie individuell. Gemeinsam mit Ihnen und den Vertretern der Behörde legen wir mit den Bauherren fest, welche Maßnahmen durchgeführt werden. Das BBB Ingenieurbüro begleitet Sie von der Machbarkeitsstudie, über die Entwurfsplanung, über das Einholen der Genehmigungen, bis zur Überwachung der Bauausführung und die Bauabnahme der Sanierungsmaßnahmen.