Neubrandenburger Straße in Schwerin

Neubrandenburger Straße in Schwerin

Rückbau, Umbau, Neuinstallation der Gebäudetechnik

Die »BBB Ingenieurbüro für Bauwerksdiagnose Bauphysik und Bauplanung mbH« ist seit fast 20 Jahren an Baumaßnahmen im Neubau- und Sanierungsbereich von Wohngebäuden in Schwerin und in Norddeutschland beteiligt.

Neben der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden, sowie dem Neubau und Umbau von Sonderbauten sowie Gesellschaftsbauten, liegt unsere Kernkompetenz auch in der Sanierung bestehender Wohngebäude.

Zu den größeren Vorhaben zählt dieses Referenzobjekt »Neubrandenburger Straße« in dem Schweriner Wohngebiet „Neu Zippendorf“. Die Planung der Maßnahmen erfolgte von 2015 – 2016. Ihre bauliche Umsetzung wurde im Zeitraum 2016 – 2017 realisiert.

Art und Umfang der durchgeführten Maßnahmen

Bei der Sanierung der Neubrandenburger Straße 5-7 ging es um den Umbau eines WBS-70 Wohnblocks aus DDR-Zeiten. Dort befanden sich ursprünglich 60 Wohneinheiten.

Da die Bausubstanz sehr solide war, sollten in diesem Baukörper 40 moderne Wohnungen entstehen. Mit barrierefreien Zugängen und moderner Haustechnik sollte diese Immobilie den Anforderungen der heutigen Zeit genügen.

Die Baumaßnahmen gliederten sich zu Beginn in die drei Bereiche Entkernung, Schadstoffsanierung und Rückbau. Zunächst erfolgte eine komplette Entkernung des Gebäudes, sodass nur noch der Rohbau übrigblieb. Teilweise nichttragende Innenwände, Badzellen und Estrich wurden abgebrochen. Ein Verbinder zum Nachbargebäude wurde zurückgebaut.

Im Bereich der Bäder, des Daches und der Außenwandfugen erfolgte eine Schadstoffsanierung.

Umfangreicher, moderner Umbau

 Die Wohnungsgrundrisse wurden nach dem Rückbau komplett neugestaltet. Das Konzept „altersgerechtes Wohnen“ wurde durch die Installation von Aufzügen in 2 Aufgängen realisiert. Gleichzeitig entstanden 5 barrierefreie Wohnungen.

Weitere Maßnahmen waren eine neue Dachabdichtung und eine Einblasdämmung im Drempel. Es entstand eine wärmegedämmte Fassade mit neuen Fenstern gemäß EnEV (Energieeinsparverordnung).

Im Bereich der ehemaligen Loggien wurden die Wohnräume erweitert. Alle Wohnungen erhielten neue, vorgestellte Balkone.

Vollbäder oder Duschbäder wurden außenliegend errichtet. Bei deren Ausstattung wurden die individuellen Wünsche der Mieter berücksichtigt.

Moderne Haustechnik

Die komplette haustechnische Installation des Gebäudes wurde ausgetauscht und auf einen neuen Stand gebracht. Das betraf sowohl die Heizungs- als auch die Sanitär- und Elektroinstallation. Fernmeldeeinrichtungen, Stromverteilungen, Hausanschlüsse und Zählereinrichtungen wurden erneuert.

Die Fernwärmeversorgung durch das Heizkraftwerk in Schwerin Süd blieb erhalten und die Verrohrung wurde mit modernen Baustoffen vorgenommen und gedämmt.

Eine Wechselsprechanlage mit elektrischer Türöffnungsfunktion wurde ebenfalls integriert.

Ansprechende Außenanlagen mit Rettungswegen

Für den zweiten Rettungsweg auf der Balkonseite wurde eine Feuerwehrumfahrt angelegt. Die Anwohnerstraße wurde erneuert.

Wissenswertes zum Objekt »Neubrandenburger Straße«

Bei dem Wohnblock »Neubrandenburger Straße 3 – 7« in Schwerin handelte es sich in den Achtzigerjahren um einen typischen WBS-70 DDR-Plattenbau mit fünf Geschossen. Die Immobilie war seinerzeit Teil des Neubaugebiets „Großer Dreesch II“ und gehörte der kommunalen Wohnungsgesellschaft.

Der „Große Dreesch“ war bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1989 mit mehr als 60.000 Einwohnern der größte Stadtteil Schwerins. Er galt seinerzeit als schönstes Neubaugebiet der DDR. Die Wohnsiedlung befindet sich auf einer Anhöhe und bietet einen Ausblick auf den Schweriner See und ist von großen Waldflächen umgeben. Die Dreesch-Bewohner waren sehr zufrieden und der Wohnraum sehr begehrt.

Nach der Wende wurde die Neubaugebiete »Großer Dreesch I, II und III« in die drei 3 Ortsteile „Neu Zippendorf“, „Mueßer Holz“ und „Großer Dreesch“ umbenannt. Das Objekt in der Neubrandenburger Straße gehört jetzt zum Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf.

Zunehmend verzogen viele Bewohner in bundesdeutsche Großstädte, in das Schweriner Umland und in die Innenstadt. Der daraus resultierende Wohnungsleerstand und beginnende soziale Spannungen veranlassten die Wohnungsgesellschaften und Eigentümer in Teilen den Großen Dreesch zurückzubauen und ansprechende Wohnumgebungen zu schaffen. Die Wohnungsgesellschaften reagierten und begannen frühzeitig, den Wohnungsbestand der WBS-70- Bauten aufzulockern.

Inzwischen ist der Stadtteil „Neu Zippendorf“ bei den Schwerinern wieder sehr begehrt. Das Wohnumfeld ist sehr grün und zudem an Naherholungsgebieten wie den „Zippendorfer Strand“ und den beliebten Schweriner Zoo gelegen.

Dazu kommt, dass die Wohngegend infrastrukturell gut erschlossen ist. Sie ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere der Straßenbahn, gut zu erreichen. Im Wohngebiet befinden sich Einkaufsmöglichkeiten, Ärztehäuser, kulturelle Einrichtungen und Arztpraxen.

Über den Bauherrn

Der Bauherr war die WGS mbH. Die Wohnungsgesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Stadt Schwerin und übernimmt in vielerlei Hinsicht soziale Verantwortung.

Mit den Baumaßnahmen in der Neubrandenburger Straße wurde für die Mieter der Wohnkomfort deutlich verbessert. Vor allem sorgte der altersgerechte Umbau dafür, dass die Bewohner in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und ihr gewohntes Leben fortsetzen können

Die WGS richtet bis dato ihr Hauptaugenmerk auf die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für alle Einkommensschichten. Die Wohngesellschaft passt sich stets dem Bedarf der Mieter an und lockert die klassischen Wohnsiedlungen auf.

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